Nahwärmenetz – erster Bauabschnitt wird verkleinert

In der Sitzung des Gemeinderats am 18.05.2022 wurde über den aktuellen Sachstand beim Nahwärmenetz Pfronstetten informiert.

Die Gemeindeverwaltung war in den letzten Wochen in intensiven Abstimmungsgesprächen mit den Projektpartnern, um die Realisierung des ersten Bauabschnitts (BA 1) für das Nahwärmenetz Pfronstetten anzustoßen. Dabei sind es weniger lokale Probleme, die das Vorhaben behindern, als vielmehr nationale und sogar internationale Entwicklungen.

So verzögert sich das erwartete nationale Förderprogramm „BEW – Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ weiter. Viel gravierender sind jedoch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine: Aufgrund des Konflikts ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen stark eingeschränkt, und es hat sich gezeigt, dass die Gemeinde mit großer Wahrscheinlichkeit nicht genügen Stahlrohre bekommen wird, um den geplanten ersten Bauabschnitt im Bereich Schulstraße / Hauptstraße / Hülengasse und Lindenstraße Süd wie geplant vor der nächsten Heizperiode zu realisieren.

Nach Lage der Dinge wird dies ausgehend von der am östlichen Ortsrand geplanten Heizzentrale in diesem Jahr nur im Bereich Schulstraße / Hofäcker und für die Albhalle, den Kindergarten und die Grundschule möglich sein (BA 1a), mit sehr viel Glück vielleicht noch in der Hülengasse. Die Interessenten aus diesem Bereich werden in Kürze die verbindlichen Verträge erhalten.

Der Leitungsbau selbst ist für den September / Oktober vorgesehen, so dass im Laufe des Monats November mit der Wärmelieferung begonnen werden kann. Erfreulich ist, dass trotz gestiegener Kosten die vorab genannten Konditionen weitestgehend erreicht werden können. Die Nahwärme wird also vom Start weg deutlich günstiger sein als eine konventionelle Öl- oder Gasheizung.

Die weitere Planung sieht vor, dass im Jahr 2023 die übrigen Bereiche der Bauabschnitte 1b und 2 realisiert werden. Das wären dann die Bereiche Hülengasse, Lindenstraße, Wilsinger Straße und Im Öschle. Die bisher nicht projektierten Bereiche, nämlich die Oberstetter Straße und die Hauptstraße, können dann 2024 realisiert werden.