Die BLS-Glasfaser ist auf dem Weg

Bisher ist die Gemeinde Pfronstetten nur durch Glasfaserleitungen der Deutschen Telekom erschlossen. Jetzt soll auch eine Leitung der BLS (Breitbandversorgung im Landkreis Sigmaringen) über das gemeindeeigene Backbone-Leerrohr alle Ortsteile erschließen. Die hierfür notwendigen Arbeiten wurden von der BLS ausgeschrieben und werden zeitnah vergaben.

Hauptziel der Maßnahme ist die Anbindung der Wunderbuch-Grundschule an das Glasfasernetz. Auf dem Weg von der Anschlussstelle ans BLS-Netz in Zwiefalten (Gürst) werden fünf der sechs Ortsteile der Gemeinde Pfronstetten „miterschlossen“, abzweigend hiervon können kurzfristig die Bereiche Bergstraße in Geisingen, Kirchstraße / Im Pfarrgarten in Huldstetten und der Ausbaubereich des Nahwärmenetzes in Pfronstetten angebunden werden. Für die übrigen Bereiche im Gemeindegebiet werden nach und nach Ausbaukjonzepte erstellt.

Für diese Maßnahme erhält die Gemeinde Fördermittel des Bundes (100.000 €) und des Landes (80.000 €). Die Gesamtkosten werden auf ca. 220.000 € geschätzt, der Eigenanteil der Gemeinde liegt somit bei knapp 20%.

Die BLS baut auch im südlichen Teil des Landkreises Reutlingen die Glasfaser-Infrastruktur auf. Die Gemeinde Pfronstetten ist wie die Nachbargemeinden Gesellschafter dieser GmbH und finanziert – abzüglich möglicher Fördermittel – die Ausbaumaßnahmen im Gemeindegebiet. Die fertige Leitungsinfrastruktur wird von der BLS an die NetCom verpachtet, die dann den Kunden im Erschließungsbereich Glasfaser-Hausanschlüsse anbietet. Die an die BLS gehenden Pachtzahlungen werden dabei jeweils dem Gesellschafter zugeordnet, der die Baukosten bezahlt hat. Wenn die Investitionskosten abbezahlt sind, winken stetige Erträge. Dieses Geschäftsmodell entspricht im Prinzip dem der früheren Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW), die später in die EVS bzw. in die heutige EnBW übergegangen sind. Die Gemeinden und Landkreise, die noch Anteile an der OEW halten, freuen sich seit Jahrzehnten über entsprechende Erträge. Es ist davon auszugehen, dass die Gemeindeverantwortlichen in einigen Jahrzehnten eine ähnliche Freude an der BLS-Beteiligung haben werden.