Fachplaner bringen DGH Aichelau auf den Weg

„Wenn die beantragte Baugenehmigung nun bald kommt, dann können wir loslegen!“ fasst Bürgermeister Reinhold Teufel das Fachplanergespräch zusammen, bei dem die letzten Details für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Aichelau besprochen wurden.

Es wird ein 4-in-1 Gebäude, das in unmittelbarer Nähe zur Dorfmitte im Bereich Wiesenweg entstehen soll: Die Einsatzabteilung Aichelau soll dort mit ihrem neuwertigen TSF-W ebenso eine neue Heimat bekommen wie das örtliche Backhaus mit einem neuen Elektrobackofen, außerdem sind ein Besprechungsraum für die örtlichen Vereine und den wöchentlichen Frühschoppen und natürlich ein Veranstaltungssaal vorgesehen.

Wenn es nach dem ursprünglichen Zeitplan gegangen wäre, sollte eigentlich in diesem Tagen die Einweihung gefeiert werden. Ein tragischer Unglücksfall hatte jedoch den ursprünglich geplanten Baubeginn im Frühjahr 2020 unmöglich gemacht. Die daraus folgende Zwangspause nutzte die Feuerwehr, um bauliche Änderungswünsche vorzubringen, die zwar spät, aber eben nicht zu spät kamen und deshalb auch berücksichtigt werden konnten.

So wird der Gebäudeteil der Feuerwehr wird nun insgesamt größer ausfallen als geplant, die Feuerwehrangehörigen erhalten zudem einen abgetrennten Umkleidebereich.

Im östlichen Teil der „Vereinsspange“ sind das Backhaus und der Besprechungsraum für die örtlichen Vereine vorgesehen. Entsprechende Ausgänge nach Süden hin ermöglichen es, dass diese Räumlichkeiten auch bei Veranstaltungen im Außenbereich genutzt werden können.

Im rechten Winkel zur Vereinsspange wird der Saal mit den entsprechenden Nebenräumen entstehen. Hier können dann künftig in festlicher Atmosphäre Vereins- und Familienfeiern angehalten werden. Schon lange vor Corona hatte sich der Gemeinderat darauf verständigt, eine Lüftungsanlage einzubauen. Die Beheizung soll nach Möglichkeit über ein weiteres Nahwärmenetz erfolgen, das vom Gewerbegebiet „Breite Nord“ aus nicht nur den Wiesenweg mit den dort geplanten neuen Wohnbauflächen, sondern bei entsprechendem Interesse auch den Bereich Hayinger Straße mit bequemer und umweltfreundlicher Wärme versorgen soll.

Mit den beteiligten Planungsbüros, dem Büro Künster aus Reutlingen (Gebäudeplanung), Ade-Fritz aus Metzingen (Tragwerksplanung), Mändle aus Machtolsheim (Elektrotechnik) und Rath+Fritz aus Metzingen (Heizung, Lüftung, Sanitär) wurde auch der Zeitplan für die Umsetzung abgesteckt: Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Rohbauarbeiten vergeben werden, die zweite Vergaberunde im Februar 2022 soll dann alle übrigen Gewerke abdecken.

Die Gebäudekosten belaufen sich nach der Vergrößerung des „Feuerwehrteils“ auf 1,55 Millionen Euro. Inwieweit sich die überwiegend durch Materialengpässe ausgelösten preislichen Kapriolen in der Baubranche bemerkbar machen, wird man wohl erst nach den Vergaben abschließend beurteilen können.

Je nach Witterung soll es im Frühjahr 2022 losgehen, die Fertigstellung kann nach aktuellem Planungsstand im 4. Quartal 2023 erfolgen.