Gute Beteiligung der Pfronstetter Haushalte

Das Zukunftsdorf Pfronstetten hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Fragebogen-Aktion bewertet Abrahim Dold von der Reutlinger Energieagentur sehr positiv. Insgesamt haben sich deutlich über 100 Haushalte beteiligt. Mehr als 90 davon interessieren sich für einen Anschluss an das Nahwärmenetz. Auch an der Versorgung mit schnellem Internet besteht im ganzen Ort großes Interesse. Damit kann das Projekt Zukunftsdorf nach der gut besuchten Infoveranstaltung schon in den Ferien Fahrt aufnehmen.

In einer ersten Besprechung mit dem Ingenieurbüro Zelsius aus Donaueschingen, das sich für die technische Planung des Netzes anbietet, wurden die Arbeitspakete für die nächsten Wochen verteilt. So soll in den Sommerferien vor allem versucht werden, noch weitere weitere Fragebögen zu bekommen, um die benötigte Wärmemenge abschätzen zu können. „Für uns ist es auch wichtig, zu wissen, wenn in einem Haushalt kein Interesse an der Versorgung mit der Wärme besteht, deshalb wollen wir direkt mit den Menschen sprechen“, erklärt Jörg Dürr-Pucher, Geschäftsführer des Projektentwicklers Clean Energy. „So wird früher deutlich in welchen Straßen das Wärmenetz und damit auch das schnelle Internet verlegt werden kann.“

Der bisherige Rücklauf der Fragebögen zeigt keine besonderen Schwerpunkte.  Noch ist eine Verlegung von Glasfaserkabel und Wärmenetz in allen Straßen vorstellbar. Gerade am Ortsrand besteht besonderes Interesse. Deshalb bittet Bürgermeister Reinhold Teufel alle Haushalte, die den Fragebogen noch nicht abgeben konnten, dies möglichst schnell zu tun, damit die Arbeit auch in den Ferien weitergehen kann. Er hofft, dass sich gerade auch viele ältere Menschen beteiligen. In bestehenden Energiedörfern hat sich gezeigt, dass sie oft länger in den eigenen Häusern leben können, wenn das Thema Wärmeversorgung zentral geregelt ist.

Am Dienstag den 29. September 2020 ist eine Besichtigung des Bioenergiedorfes Leibertingen geplant. Dort betreibt die Gemeinde über eine hundertprozentige Tochter, die Bioenergie Leibertingen GmbH, bereits Wärmenetze in zwei Ortsteilen, ein drittes ist geplant. Dieses Modell entspricht somit genau dem, was die Gemeinde Pfronstetten plant. Dort können sich interessierte Pfronstetter Bürgerinnen und Bürger ein eigenes Bild von den Vorteilen einer zentralen Wärmeversorgung durch eine Kommune machen. Die Anreise ist wegen Corona bis 18 Uhr in eigenen Fahrzeugen geplant.

Genauere Informationen gibt es nach den Sommerferien.