Wie geht’s weiter mit dem Nahwärmenetz in Pfronstetten?

Vor lauter Corona hört man gar nichts mehr vom geplanten Pfronstetter Nahwärmenetz! Das wird sich schon bald ändern, aus Berlin kam das Signal, dass der Zuschuss für das Quartierskonzept wohl bewilligt wird!

Dieses Quartierskonzept ist quasi die Basis für die Vorplanung des Netzes: Alle interessierten Gebäudeeigentümer im Dorf erhalten eine für sie kostenlose Beratung zum Thema Wärmeschutz und Wärmeerzeugung. Im Nachgang hierzu wird erhoben, wäre grundsätzlich an einem Anschluss ans Nahwärmenetz interessiert ist. Die Anzahl dieser Interessenten wird dann schließlich entscheidend dafür sein, wie weit der erste Bauabschnitt des Netzes gefasst werden kann. Dabei wird dann auch eine Rolle spielen, wie groß das Interesse an einem Glasfaseranschluss ist, denn entsprechende Leitungen für blitzschnelles Internet werden im Zuge der Maßnahme mitverlegt.

Die geplante öffentliche Auftaktveranstaltung wird es freilich nicht geben können. Die Corona-Beschränkungen werden wohl auch auf mittlere Sicht so große Versammlungen nicht zulassen. Deshalb feilt die Gemeindeverwaltung zusammen mit der Klimaschutzagentur des Landkreises und dem Büro Clean Energy an einer Video-Präsentation, die dann via Internet verbreitet werden soll. Wenn alles klappt, kann diese im Laufe des Monats Mai veröffentlicht werden.

Über den Sommer laufen dann die Beratungsgespräche. Auch hier wird man sich an den Vorgaben des Kontaktverbots entlanghangeln müssen. Nachdem die Gespräche aber auch durchaus im Freien geführt werden können, dürfte dies machbar sein.

„Unser Ziel bleibt es, im Herbst Klarheit darüber zu haben, wie groß der erste Bauabschnitt sein wird“ bleibt Bürgermeister Reinhold Teufel zuversichtlich. Dass ein Netz gebaut wird, steht für ihn nicht in Frage: „Allein schon für unsere Gebäude rentiert sich das, und für den Klimaschutz tun wir damit auch etwas. Und ich bin auch sehr zuversichtlich, dass die Gebäudeeigentümer sich nicht vom aktuell tiefen Ölpreis blenden lassen, denn dass der wieder steigt ist so sicher wie das Amen in der Kirche!“.