Einbau der elektronischen Wasserzähler – muss man vor diesen Geräten Angst haben?

Die Mitarbeiter des Bauhofs sind aktuell dabei, in den Ortsteilen Aichstetten, Geisingen und Huldstetten die neuen elektronischen Wasserzähler einzubauen. Dabei ist festzustellen, dass einzelne Anschlussnehmer mit Skepsis oder sogar mit Angst auf die neuen Zähler schauen. Deshalb möchten wir etwas zur Aufklärung beizutragen.

Verbaut werden die Haushaltswasserzähler Qalcosonic W1 des Herstellers Axioma. Die Wassermenge wird nicht mechanisch mit Flügelradzählern, sondern mit Ultraschall gemessen. In jedem Zähler ist eine Batterie verbaut, die das Messsystem und das Funkmodul über die gesamte Laufzeit hinweg mit Strom versorgt. Ein Batteriewechsel ist also nicht notwendig. Die gemessene Wassermenge wird dann einmal pro Tag mit einem Funksignal mit 0,01 Watt Leistung an die Empfangsanlagen verschickt – und zwar tagsüber. Außerhalb dieser nur maximal 16 Millisekunden dauernden Übertragung findet keine Funktätigkeit statt!

Die Frequenz von 868 Megahertz (MHz) liegt in dem Bereich, mit dem seit Jahrzehnten Fernseh- und Rundfunkübertragungen gesendet werden. Auch für den Mobilfunkstandard LTE wird dieser Frequenzbereich genutzt. Auch ohne die Wasserzähler gibt es also solche Funkwellen, wobei alle anderen Nutzungsbereiche deutlich höhere Sendeleistungen haben. Ein Telefonat mit einem Mobiltelefon über nur eine Minute übertrifft beispielsweise die Sendeleistung, die ein solcher Wasserzähler in weit über zehn Jahren aussendet! Und wer ist schon die ganze Zeit über mit dem Ohr am Wasserzähler?

Es ist verständlich, dass man vor etwas Neuem zunächst etwas Scheu hat. Tatsächlich ist die Technik, die hinter den neuen Wasserzählern steckt, aber schon Jahrzehnte lang im Einsatz. In jedem Haus, in dem telefoniert und Radio gehört werden kann, gibt es also um ein vielfaches stärkere Funkwellen – und das 24 Stunden am Tag, und eben nicht nur 16 Millisekunden. Es gibt also tatsächlich keinen Anlass, dieser neuen Technik zu misstrauen!