Beschlüsse des Gemeinderats

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 23.03.2022 folgende Beschlüsse gefasst:

Haushalt 2022 beschlossen

Der Haushaltsplan für das laufende Haushaltsjahr wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Er sieht Investitionen in Höhe von 8,6 Millionen Euro vor, im laufenden Betrieb ist im Finanzhaushalt ein Zahlungsmittelüberschuss von rund 400.000 € zu erwarten, und auch im Ergebnishaushalt steht mit rund 161.000 € ein positives Ergebnis im Plan.

Miriam Fischer als stellvertretende Leiterin der Haupt- und Finanzverwaltung hatte in diesem Jahr bedingt durch den Ausfall von Kämmerer Tim Scheible die Hauptlast bei der Erstellung des Planwerks zu tragen – neben der Arbeit, die sie ohnehin schon zu erledigen hatte. Mit viel Engagement und zahlreichen Überstunden ist es ihr gelungen, das Planwerk rechtzeitig zur März-Sitzung fertigzustellen.

Die Steuersätze in der Gemeinde bleiben gleich, dank der positiven Entwicklung der örtlichen Betriebe werden Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,2 Millionen Euro und damit mehr als durchschnittlich zu erwarten angesetzt. Die Erträge aus der Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) bleibt stabil bei 57.000 €, die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) steigt moderat aber stetig auf nunmehr 164.000 € an. Vor 20 Jahren lagen diese Einnahmen noch im fünfstelligen Bereich, hier machen sich die zahlreichen Neubauten bemerkbar. Rund 861.000 € werden als Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer erwartet, rund 231.000 € als Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer. An Schlüsselzuweisungen vom Land werden rund 111.000 € erwartet.

Die geplanten Investitionen in Höhe von 8,6 Millionen Euro verteilen sich auf viele Bereiche. Größere Ausgabenblöcke sind die Schlussfinanzierung des Bauhofneubaus sowie der in Kürze startende Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau und der Umbau des Saals im ehemaligen Gasthaus Rose in Pfronstetten zum Bürgersaal.

Investiert wird auch in Baugebiete: Der Hans-Kürner-Weg in Pfronstetten erhält ebenso seinen Endausbau wie der Panoramaweg in Tigerfeld. Auch der Drosselweg in Aichstetten wird endgültig hergestellt und auch gleich um vier Bauplätze erweitert, für den parallel verlaufenden Finkenweg sind Mittel für die Randeinfassung eingeplant. Neue Bauflächen sollen in Huldstetten (Erschließung läuft), Aichelau und Pfronstetten geschaffen werden. In den beiden letztgenannten Ortsteilen können die Erschließungsarbeiten vom Planungsstand her erst in 2023 beginnen.

Auf moderne Technik setzt die Gemeinde in der Wasserversorgung: Die neuen Wasserzähler, die ab diesem Jahr verbaut werden, können per Funk ausgelesen werden und bieten so auch bessere Überwachungsmöglichkeiten in der Versorgungssicherheit. Im Abwasserbereich wir die Sanierung der im Rahmen der Eigenkontrollverordnung festgestellten Schäden wie geplant fortgesetzt, das meiste wird dabei aber im sogenannten grabenlosen Verfahren erledigt.

Das für Pfronstetten geplante Nahwärmenetz steht nicht nur mit den Baukosten im Plan, sondern auch mit den Kosten für den Anschluss der öffentlichen Gebäude und den Kosten für den notwendigen Umbau der Heizungsanlagen in den Gebäuden. Parallel soll zudem ein Leerrohrnetz für Glasfaser-Hausanschlussleitungen mitverlegt werden.

Die maschinelle Ausrüstung des Bauhofs wird weiter verbessert, für den in die Jahre gekommenen VW-Transporter wird ein 7,5-Tonner Lkw angeschafft. Auch der inzwischen reparaturanfällige Kleintraktor soll ersetzt werden.

Gut 600.000 € werden in die Grundschule investiert. Dort wird der Brandschutz ertüchtigt, außerdem wird ein barrierefreier Zugang geschaffen und eine Lüftungsanlage eingebaut – auch in einer Zeit nach Corona eine lohnende Investition. Rund 326.000 € erhält die Gemeinde für diese Maßnahme an Zuschüssen. In Geisingen ist im Bereich der Bergstraße eine weitere neue Buswartehalle vorgesehen. Auch der von vielen Kindern und ihren Eltern ersehnte Spielplatz im Bereich Lindenstraße in Pfronstetten sowie ein Zaun im Bereich des Aichstetter Spielplatzes sind im Planwerk berücksichtigt, in Tigerfeld soll zudem ein Gerät ausgetauscht werden. Und auch die stetige Erneuerung der Stationen des PhänoPfads findet seine Berücksichtigung.

Die für diese Investitionen benötigten 8,6 Millionen Euro kann die Gemeinde natürlich nicht in einem Jahr erwirtschaften, hier wird ein Gutteil der Rücklagen aus dem Gewerbesteuer-Rekordjahr 2018 genutzt. Zusätzlich hat der Gemeinderat auch einen Kreditrahmen in Höhe von 1,15 Millionen Euro genehmigt, der aber nur dann in Anspruch genommen wird, wenn dies von der Zinssituation her wirtschaftlicher ist als die Verwendung weiterer Eigenmittel. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, würde die Verschuldung erstmals seit über zehn Jahren wieder anwachsen, auf dann rund 1,2 Millionen Euro. Dem würden dann aber auch liquide Mittel in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro entgegen stehen.

Bürgermeister Reinhold Teufel bezeichnete den Haushaltsentwurf als ausgewogen: Maßnahmen wie das Nahwärmenetz und die Investitionen und Wasser und Abwasser belasten den Ergebnishaushalt der Gemeinde langfristig nicht, da den hierfür anfallenden jährlichen Aufwendungen für Abschreibung, Verzinsung und Betrieb auch kostendeckende Gebühreneinnahmen gegenüberstehen. Und auch die Investitionen in neues Bauland refinanzieren sich, da die künftigen Bauplatzpreise nicht mehr politisch, sondern unter kaufmännischen Gesichtspunkten festgelegt werden. Der Ausbau der Breitbandversorgung wird zwar erst langfristig zu Erträgen für die Gemeinde führen, aber die Bedeutung leistungsfähiger Internetanschlüsse hat sich vor allem in den bisherigen Pandemie-Zeiten mehr als deutlich gezeigt. Gemeinbedarfseinrichtungen wie das Dorfgemeinschaftshaus in Aichelau und der Bürgersaal in der Rose werden sich dagegen nie „rentieren“, die Einnahmen werden immer deutlich hinter dem zurückbleiben, was an Aufwendungen zu verbuchen ist. Aus diesem Grund sei es eben wichtig, dass sich die Gemeinde um zusätzliche und stetig fließende Einnahmen wie jene aus der Erzeugung erneuerbarer Energien bemüht.

Nach erfolgter Beschlussfassung bedankte sich Bürgermeister Reinhold Teufel bei Miriam Fischer für ihre (Mehr-) Arbeit, die es der Gemeinde ermöglicht, auch in personell angespannter Lage wichtige Entwicklungsimpulse zu setzen.

Baubeginn für Nahwärmenetz verzögert sich

In diesem Jahr ist die Realisierung des 1. Bauabschnitts für das Nahwärmenetz in Pfronstetten vorgesehen. Dieser Bauabschnitt mit einer Länge von ca. 1,4 km deckt im Wesentlichen den südlichen Bereich der Ortslage ab. Diese Ausdehnung des Bauabschnitts ist noch nicht verbindlich, dies ist bei solchen Ausschreibungen üblich. Abhängig von den zum Bauzeitpunkt abgeschlossenen Wärmelieferverträgen sind Erweiterungen und Abzweige im Umkreis von ca. 50 m sind möglich und teilweise auch schon vorgesehen (z.B. Buchenweg).

Angesichts der Preisentwicklung im Energiesektor – eine Kilowattstunde Wärme aus Heizöl kostet (ohne den Aufwand für Heizungsanlage und Kaminkehrer) aktuell ca. 17 Cent netto, der bisher prognostizierte Vollkostenpreis für die Nahwärme liegt bei 11 Cent netto – erscheint der Aufbau eines Nahwärmenetzes sowohl ökologisch wie auch ökonomisch der richtige Weg zu sein.

Hinsichtlich der Erzeugung der benötigten Wärme hat sich seit der letztmaligen Information des Gemeinderats eine neue Situation ergeben: Die geplante Verlegung einer Stromleitung von Aichelau nach Pfronstetten durch die Netze BW ist inzwischen so weit vorangeschritten, dass bereits im Mai der erste Teilabschnitt zur Umsetzung kommen soll. In diesem engen Zeitrahmen ist es unmöglich, eine Gasleitung mitzuverlegen, um in Pfronstetten ein Biogas-BHKW zu betreiben. Insofern verbleibt es bei der ursprünglich geplanten Variante, die Wärme in erster Linie mit heimischem Holz zu erzeugen – im Rahmen einer Startlösung zunächst mit einer angemieteten Pellets-Containerheizung, später dann über eine Holzhackschnitzel-Heizanlage und, für den Sommerbetrieb, mit einer Solarthermieanlage . Für die Abdeckung von Spitzenlasten soll in einem der angeschlossenen kommunalen Gebäude ein Ölkessel vorgehalten werden. Abhängig von der Bundesförderung, die letztendlich in Anspruch genommen werden soll, kann es noch notwendig werden, ein Flüssiggas-BHKW hinzuzunehmen.

Zunächst einmal gilt es jedoch, das benötigte Netz zu errichten. Unter Anwendung der Verwaltungsvorschrift der Landesregierung zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie (VwV Investitionsfördermaßnahmen öA) wurden die Tief- und Straßenbauarbeiten sowie die Leitungsbauarbeiten beschränkt ausgeschrieben. Bei den Tief- und Straßenbauarbeiten wurden insgesamt 19 Unternehmen aus Baden-Württemberg und darüber hinaus zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Bei der Submission lag allerdings nur ein Angebot vor, das zudem deutlich über der Kostenschätzung (564.746,41 € netto) liegt. Angesichts der Entwicklung der letzten Monate war mit gewissen Mehrkosten gerechnet worden, das vorliegende Angebot lag aber so deutlich über der hinnehmbaren Bandbreite, dass die Aufhebung der Vergabe und eine neuerliche Ausschreibung beschlossen wurde.

Für die Leitungsbauarbeiten wurden insgesamt elf Unternehmen aus Baden-Württemberg und darüber hinaus zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Diese Unternehmen müssen für die Verlegung der vorgesehenen Rohre zugelassen und zertifiziert sein. Bei der Submission lagen zwei Angebote vor, das günstigste Angebot der Firma SES Rohrleitungsbau GmbH aus Schorndorf lag mit 176.934,43 € netto unter der Kostenschätzung (196.564,67 € netto). Mit diesem Unternehmen soll nun dahingehend verhandelt werden, dass die Zuschlags- und Bindungsfrist bis zum Abschluss des zweiten Ausschreibungsverfahrens für die Tief- und Straßenbauarbeiten verlängert wird.

Ausbau Hans-Kürner-Weg, Drosselweg und Panoramaweg vergeben

Die Fertigstellung des Hans-Kürner-Wegs in Pfronstetten sowie des Panoramawegs in Tigerfeld (jeweils Versetzen der Randeinfassungen und Einbau Asphalt-Deckschicht / Feinbelag) sowie die Erweiterung des Drosselwegs in Aichstetten mit Fertigstellung insgesamt (Verlängerung Kanal- und Wasserleitung sowie Asphalt-Tragschicht, Versetzen der Randeinfassungen und Einbau Asphalt-Deckschicht / Feinbelag) waren bereits im Jahr 2021 geplant. Aus verschiedenen Gründen konnte die Umsetzung der Maßnahmen im letzten Jahr nicht erfolgen. Die Finanzierung wurde deshalb in den Haushaltsplan 2022 übernommen, so dass die Vergabe der entsprechenden Arbeiten möglich ist. Das Ingenieurbüro Beetz hatte alle drei Maßnahmen ausgeschrieben, erfreulicherweise konnte in allen Fällen unter der Kostenschätzung vergeben werden. Trotz dieser Einsparungen beschloss der Gemeinderat, in allen genannten Gebieten wie bisher Betonrandsteine zu verbauen und nicht teurere Granit-Leistensteine umzusteigen. Die Erweiterung des Aichstetter Baugebiets „Kegelplatz“ nach Osten hin unter gleichzeitiger Fertigstellung des Drosselwegs wurde zum Pauschalangebot von 236.810,00 € an die Firma Fensterle aus Ertingen vergeben. Die Wasserleitungsbauarbeiten im Erweiterungsbereich erledigt die Firma Keimer aus Tigerfeld für 22.788,50 €. Auch beim Endausbau des Hans-Kürner-Wegs in Pfronstetten (Pauschalangebot 94 010,00 €) und des Panoramawegs in Tigerfeld (Pauschalangebot 70.210,00 €) kam die Firma Fensterle aus Ertingen zum Zug.

Außenanlagen für den Bauhofneubau beauftragt

Für den schon weit fortgeschrittenen Neubau des Bauhofgebäudes in Pfronstetten steht nunmehr die Herstellung der Außenanlagen an. Vorgesehen ist, den Umfahrungsbereich des Gebäudes zu asphaltieren. Die Mitarbeiterparkplätze sowie der Stellbereich für die Schüttgutboxen und ein eventuelles künftiges Salzsilo südlich (zur Straßenmeisterei hin) sollen gepflastert werden. Dies ist in Eigenleistung durch die den Bauhof geplant. Die Waschplatte mit Tankstellenbereich östlich angrenzend an das Gebäude wird in Beton angelegt. Der gesamte Bereich wird eingezäunt, zur Straßenmeisterei und zur angrenzenden Firma Dorfner hin ist aufgrund der vorhandenen Umzäunung dieser Gelände kein Zaun notwendig. Im Zufahrtsbereich ist eine elektrisch betriebene Schiebetoranlage vorgesehen. Das Tor kann per Funk, Schlüsselschalter und auch vom Büro des Bauhofleiters aus bedient werden. Die Asphaltarbeiten werden ebenso durch den Zweckverband Wegebaugerätegemeinschaft Albrand erledigt wie die Auffüllung des Bereichs und die Versetzung der Rabatten. Die Kostenschätzung des Zweckverbands beläuft sich auf 117.146,25 €. Aufgrund der Kostenentwicklung im Öl- und Energiebereich sind hier aber Mehrkosten zu erwarten. Die Erledigung durch einen Zweckverband, an dem die Gemeinde beteiligt ist, ist vergaberechtlich der Erledigung durch den eigenen Bauhof gleichzusetzen, so dass kein formeller Vergabebeschluss notwendig ist.

Für die Zaun-und Toranlage hatte das Büro Hartmaier+Partner Angebote eingeholt. Die Zaunbauarbeiten werden vom Zaunteam Oberschwaben aus Unlingen zum Angebotspreis von 16.761,15 € erledigt, die Toranlage montiert die Firma Maibrink aus St. Johann für 18.474,75 €.

Erste Gewerke für den Umbau des Rosen-Saals vergeben

Für den Umbau des Saals im ehemaligen Gasthaus Rose standen die ersten Gewerke zur Vergabe an. Die Ausschreibung erfolgte jeweils beschränkt, die vergebenen Arbeiten lagen jeweils im Rahmen der Kostenschätzungen. Der Auftrag im Bereich Holzbau / Dacheindeckung geht an die Firma Gulde Holzbau aus Trochtelfingen für 280.157,18 €. Die Abdichtung der Flachdachbereiche erledigt die Firma Klaus Eberhardt GmbH aus Lichtenstein für 43.304,50 €, die Klempnerarbeiten die Flaschnerei Schlecht aus Öpfingen für 14.620,34 €. Den Gerüstbau übernimmt die Firma Gerüstbau Baisch GmbH & Co. KG aus Bad Urach für 20.238,21 €. Aufgehoben wurde die Vergabe für die Rohbauarbeiten. Hier war nur ein Angebot eingegangen, das über 50% über der Kostenschätzung von rund 95.600 € lag. Hier soll zeitnah eine neuerliche Ausschreibung erfolgen. Nachdem das Projekt aus Finanzierungsgründen auf zwei Haushaltsjahre verteilt wird, bietet der Bauzeitenplan genügend Spielraum für diese zweite Vergaberunde.

Außenanlagen des Kindergartens deutlich teurer als erwartet

Zum Abschluss der insgesamt sehr gelungenen Erweiterung des Kindergartens Pfronstetten (Anbau Krippengruppe) waren die Außenanlagen zu vergeben. Um einheitliche Höhen zu ermöglichen, sollte der Pflasterbereich vor dem Kindergarten insgesamt herausgenommen werden. Nachdem das vor knapp 50 Jahren verwendete Material nicht mehr verfügbar ist, sollte im Interesse eines einheitlichen Erscheinungsbildes dann insgesamt (ca. 400 m²) ein neuer Pflasterbelag verbaut werden. Die Pflasterfläche wird dann in östlicher Richtung um den Anbau herum verlängert und endet an der Terrasse der Krippengruppe. Höhengleich schließt sich ein Rasenspielbereich an, in dem ein Sandkasten mit Sonnensegel vorgesehen ist. Der Spielbereich wird durch einen Einstabmattenzaun (h= 1,20 m) eingefasst, daran anschließend ist eine Böschung bis zum natürlichen Höhenniveau vorgesehen. Zur Begrünung des Bereichs sind die im Lageplan dargestellten Bäume und Sträucher vorgesehen. Aufgrund der Intervention der Mitarbeiterinnen des Kindergartens wurden im südlichen Bereich drei weitere Pkw-Stellplätze vorgesehen. Diese sollen ebenso mit Rasenpflaster befestigt werden. wie die nördlich des Schulgebäudes geplanten Fahrradstellplätze für die Grundschüler. Um diesen Bereich zu erschließen, muss die Entwässerungsrinne nach Osten hin erweitert werden.

Die Gemeindeverwaltung hat bei der Außenmöblierung im Vorfeld bereits Reduzierungen im Umfang von rund 22.000 € vorgenommen. So wurden ein Fahrrad-Anlehnparker (750,00 €), eine Hockerrundbank um einen Baum (6.000,00 €) eine Sitzgruppe (4.200,00 €) und ein weiteres Spielgerät (11.300,00 €) gestrichen. Mit der Leitung des Kindergartens wurde besprochen, dass über die Außenmöblierung im weiteren Verlauf gesprochen werden kann, wenn sich klare Bedarfe ergeben. Trotz dieser vorgenommenen Reduzierungen schloss bereits die Kostenschätzung mit einem Betrag in Höhe von 142.204,41 €. Die beschränkte Ausschreibung erbrachte nur ein Angebot, nämlich das der Firma Kleinwächter aus Münsingen mit einem Angebotspreis von 163.403.54 €. Die Preisdifferenz von 15% lag allerdings auch nach Angebotsprüfung im Rahmen dessen, was realistischerweise erwartbar war.

Im Gemeinderat wurden angesichts dieser Mehrkosten die wesentlichen Kostenblöcke diskutiert. Der Rückbau des Bestands (300 m² Pflaster einschl. Splittbett, 40 m² Asphalt, 100 m Rabatten, vorhandene Hecken und Bodendecker) verursacht Aufwendungen von insgesamt ca. 10.000 €, die Erdarbeiten (250 m² Oberboden abtragen, 100 m² Schotterunterbau abtragen und als Forstschutzschicht einbauen, 300 to. Schotter einbauen, Verdichten und Planum herstellen) belaufen sich auf etwa 17.400 €) und die Entwässerung und Abdichtung des Gebäudefundaments kommt auf rund 11.800 €. Die Hauptkosten entfallen auf die Beläge (40 m² Asphalt, 200 m² Schotterrasen, 400 m² Betonpflaster, 110 m² Rasenfugenstein) insgesamt kommt die Kostenschätzung hier auf 64.000 €. Der Zaun (40 m Doppelstabmattenzaun, 120 cm hoch, insgesamt ca. 6.800 €), die Vegetationsarbeiten (500 m² Rasenfläche, 3 x Rot-Ahorn 150-200, 2 x Feld-Ahorn 150-200, 1 x Apfelbaum 200, 125 x Hainbuche 125-150, 1.200 x Cotoneaster, insgesamt ca. 20.000 €) sowie Fahrradständer und Spielgerät (insgesamt ca. 6.700 €) runden das Bild ab.

Insgesamt wurde die Planung als stimmig betrachtet, Umfangsreduzierungen wurden nicht als sinnvoll angesehen. Weniger die Finanzen als die Sicherheit der Kinder standen im Mittelpunkt der Diskussion: Die von der Mitarbeiterinnen im Kindergarten gewünschten zusätzlichen Stellplätze beim Gebäude widersprechen der von Teilen der Eltern geäußerten Kritik, dass von solchen Stellplätzen eine vermeidbare Gefahren für die Kinder auf dem Schulhof ausgehen könnte – zumal im Bereich der Albhalle genügend Stellplätze vorhanden sind. Die Leiterin des Kindergartens, Susanne Bausch, sah hier keine wesentlichen Gefahrenmomente und verwies darauf, dass die Mitarbeiterinnen im Kindergarten immer wieder schwere und sperrige Dingen mitbrächten und die etwas weiter entfernten Parkflächen bei der Albhalle ungünstig wären. Nachdem der Kostenaufwand für die zusätzlichen Parkplätze überschaubar ist, stimmte der Gemeinderat der Anlegung grundsätzlich zu. In der Bauabwicklung soll aber versucht werden, mögliche Gefahrenstellen baulich zu entschärfen. Der Vergabe an die Firma Kleinwächter wurde zugestimmt, die benötigten überplanmäßigen Mittel wurden bewilligt.

Spielplatz in der Lindenstraße kommt

Spätestens im kommenden Jahr sollen die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet im Bereich „Kräuteläcker“ in Pfronstetten beginnen. Sobald dies fertig ist und die ersten Bauplätze verkauft und bebaut werden können, wird mit einem Zuwachs von Familien mit kleinen Kindern gerechnet. Zudem gibt es auch im nunmehr nahezu vollständig bebauten Baugebiet im Hans-Kürner-Weg viele Familien mit Kindern, die sich einen Spielplatz für Kleinkinder wünschen.  Der in Pfronstetten vorhandene Spielplatz bei der Grundschule richtet sich vom Angebot der Spielgeräte her eher an ältere Kinder. Aus diesem Grund wurde im Bebauungsplan „Kräuteläcker“ eine Fläche für einen entsprechenden Spielplatz vorgesehen. Die Gemeindeverwaltung hat Kontakt zum Spielgerätehersteller Espas aufgenommen. Von diesem stammten auch die Spieltürme auf den Spielplätzen bei der Grundschule und in Aichstetten. Der angefragte Anbieter ist einziger namhafter Anbieter von Spielgeräten aus Metall. Andere Hersteller der Branche setzen auf Holzbauten. Erfahrungen in der Gemeinde zeigten jedoch, dass Holzgeräte im laufenden Betrieb einen hohen Arbeitsaufwand erzeugten. Hier mussten witterungsbedingt oft einzelne Teile gewechselt und ersetzt werden. Grundsätzlich sollen für diesen neuen Spielplatz eine Kletterkombination (wie in Aichstetten), eine Wippe, eine Doppelschaukel, ein Federtier und ein Climbing-Zelt angeschafft werden. Auf einen Sandkasten wird verzichtet, der mit feinem Kies angelegte Bereich lade insgesamt genug zum buddeln ein – so das Urteil fachkundiger Väter im Gemeinderat. Auf Wunsch des Gemeinderats wird vor einer Vergabeentscheidung geprüft, in wieweit vergleichbare Holzgeräte verfügbar wären. Die Vergabeentscheidung wurde deshalb bis zur nächsten Sitzung vertagt.

Ehemaliges Lehrerwohnhaus wird saniert

Anfang der 1960er Jahre hat die Gemeinde Pfronstetten in der Schulstraße ein sogenanntes Lehrerwohnhaus gebaut. Damals galt noch die sogenannte Residenzpflicht, weshalb die Gemeinde als Schulträger auch für eine entsprechende Wohnmöglichkeit zu sorgen hatte. Das Gebäude ist teilunterkellert und beinhaltet im Erdgeschoss eine Vierzimmerwohnung mit Küche und Bad. Nachdem von Seiten der örtlichen Lehrkräfte kein Wohnbedarf mehr gegeben war, wurde die Wohnung frei vermietet. Im Rahmen der Schulsanierung (2007/2008) wurden die Außenfassade sowie das Dach saniert, die Installationen Sanitär und Elektro sowie der Innenausbau insgesamt befinden sich dagegen in einem im Laufe der Zeit „verschlimmbesserten“ Originalzustand. Im Jahr 2013 wurde aus Anlass eines Mieterwechsels eine Instandsetzung des Gebäudes geprüft. Damals stand ein Betrag von mindestens 50.000 € im Raum um die ärgsten Mängel im Bereich der Gebäudetechnik zu beseitigen und in eine Grundsanierung einzusteigen.  Nachdem der Gemeinde zum damaligen Zeitpunkt die hierfür notwendigen Mittel fehlten, hat der Gemeinderat am 17.07.2013 den Verkauf des Gebäudes beschlossen. Trotz intensiver Bemühungen war damals die Vermarktung schwierig. Letztendlich ist der einzige Erwerbsinteressent zunächst auf Mietbasis eingezogen, wobei sich die Erwerbsabsicht im Weiteren dann nicht verfestigt hat. Nachdem dieses Mietverhältnis ausgelaufen ist, wäre nunmehr über eine Folgenutzung und die hierfür notwendigen Instandsetzungsarbeiten zu entscheiden.

Festzustellen ist, dass sich der Gesamtzustand des Gebäudes altersgemäß weiter verschlechtert hat. Die Gemeindeverwaltung hat geprüft, in wieweit die Wohnung kurzfristig für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine einsetzbar wäre. Hier wäre aber der Instandsetzungsbedarf zu groß, zudem erscheint es unwahrscheinlich, dass die benötigten Fachbetriebe im Bereich Sanitär / Elektro kurzfristig entsprechende Kapazitäten frei hätten. Hinzu kommt, dass aus Sicht der Gemeindeverwaltung eine andere Nutzung langfristig betrachtet die bessere Lösung wäre:

Der Mittagstisch für die Schülerinnen und Schüler der Wunderbuch-Grundschule wurde ab 2014 zunächst gemeinsam mit den Kindern des Kindergartens dort angeboten. Nachdem jedes Schulkind, das dorthin zum Mittagessen geht, grundsätzlich einen Kindergartenplatz blockierte, musste diese Praxis aufgegeben werden. Seither erfolgt die Verpflegung in der Albhalle, aktuell im Vereinsraum. Dies hat sich in der Praxis aber nicht uneingeschränkt als praktikabel erwiesen, weshalb hier eine andere Lösung angebracht wäre. Eine Verlegung dieses Angebots in das ehemalige Lehrerwohnhaus wäre hier eine denkbare Alternative.

Aufgrund der Vielzahl der laufenden Projekte hat die Gemeindeverwaltung keine freien Kapazitäten, um eine grundlegende Instandsetzung des Gebäudes anzugehen. Zudem wäre eine solche Maßnahme im Haushaltsplan 2022 nicht mit den benötigten Mitteln hinterlegt. Die Gemeindeverwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, das Gebäude vom Bauhof entsprechend der dort vorhandenen Kapazitäten zu entkernen, d.h. alle nicht tragenden Wände sowie die komplette Installation zu entfernen. Nach erfolgtem Rückbau kann dann in Kenntnis der Gebäudesubstanz und des notwendigen Aufwands über die weitere Vorgehensweise entschieden werden. Ziel wäre eine multifunktionale Nutzungsmöglichkeit, die dann nicht nur eine Mittagsverpflegung der Grundschüler, sondern auch andere Nutzungen ermöglichen könnte. Die Umsetzung soll zunächst ohne Zeitvorgabe erfolgen, da der Bauhof diese Arbeiten wohl vor allem in den Wintermonaten umsetzen kann. Dieser Vorgehensweise hat der Gemeinderat zugestimmt.

Weitere Mobilfunkmasten in der Gemeinde

Die Firma ATC Germany Holdings GmbH projektiert im Rahmen einer trilateralen Standortsuche mögliche Standorte für Sendeanlagen, die dann von den großen drei Netzbetreibern in Deutschland (Telekom, Vodafone, Telefonica) genutzt werden sollen. Hintergrund ist der Ausbau des 5G-Netzes, für den deutlich mehr Sendeanlagen notwendig sind als bisher.

Im Gemeindegebiet werden aktuell drei zusätzliche Standorte geprüft. Zwei Standorte (südöstlich der Ortslage Tigerfeld und westlich der Ortslage Geisingen an der Straße nach Kettenacker) liegen auf Gemeindegrund, außerdem ist zwischen Geisingen und Huldstetten auf einer privaten Fläche ein Standort vorgesehen. Der Mobilfunknetzausbau läuft in den meisten Kommunen nach dem mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbarten Verfahren der kommunalen Abstimmung. Dabei können die Kommunen bei der Standortsuche mitwirken. Die drei genannten Vorschläge sind als Ergebnis dieses Abstimmungsverfahrens zu sehen. Für die beiden Standorte auf Gemeindegrund würde die Gemeinde jährlich jeweils 2.160,00 € als Miete erhalten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung sind alle Standorte ausreichend weit weg von den Siedlungsflächen. Nachdem ein zuverlässig funktionierendes Mobilfunknetz zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Versorgung speziell in Geisingen und Huldstetten bisher eher schlecht ist, wird zudem davon ausgegangen, dass es vor Ort kaum Kritik geben sollte. Der Gemeinderat stimmte den Standortvorschlägen zu.

Tobias Schmid ist neuer Abteilungs-Vize in Pfronstetten

In der Abteilungsversammlung der Einsatzabteilung Pfronstetten am 11.03.2022 wurde Tobias Schmid zum stellvertretenden Abteilungskommandanten gewählt. Wahlen bei der Feuerwehr muss der Gemeinderat entsprechend dem Feuerwehrgesetz und der Feuerwehrsatzung zustimmen, anschließend kann die Bestellung durch den Bürgermeister erfolgen. Diese Zustimmung wurde erteilt.

Erdarbeiten für das DGH Aichelau können starten

Bereits im Jahr 2019/2020 wurde festgelegt, dass die Erdarbeiten für das Dorfgemeinschaftshaus in Aichelau (Abschieben Humus, Herstellung Planum) sowie die Verlegung der Abwasseranschlussleitung auf dem Grundstück von der Firma Hof Arnold aus Aichelau durchgeführt werden sollen. Dies macht in einem gewissen Umfang eine Durchführung im Rahmen der vorgesehenen Eigenleistungen möglich. Nachdem auf jeden Fall die Maschinen-stunden und im erforderlichen Umfang auch Arbeitszeiten zu vergüten sind, muss aber formell ein Vergabebeschluss gefasst werden. Geplant war, dieses Gewerk mit der ersten Vergaberunde in der April-Sitzung zu vergeben. Im Rahmen eines Anfang der Woche durchgeführten Startgesprächs wurde ein Maßnahmenbeginn noch vor dem Termin der April-Sitzung ins Auge gefasst, weshalb der Vergabebeschluss vorab gefasst werden sollte. Für diesen Bereich wird mit Gesamtkosten in Höhe knapp unter 100.000 € netto gerechnet, so dass unter fortgesetzter Anwendung VwV Investitionsfördermaßnahmen die Vergabe freihändig erfolgen kann. Der Gemeinderat stimmte diesem Vergabevorschlag zu.