Miteilungen im Gemeinderat

Im Rahmen der Sitzung des Gemeinderats am 21.04.2021 erfolgten folgende Mitteilungen:

Abrechnung Backgebühren

Im Jahr 2020 wurden in den gemeindeeigenen Backhäusern über 13 Tonnen Brot gebacken. Rechnerisch essen die Menschen in der Gemeinde also knapp 9 Kilo pro Kopf und Jahr. Spitzenreiter war im vergangenen Jahr Pfronstetten mit 3.269,24 kg, gefolgt von Aichelau (2.948,00 kg), Geisingen (2.783,81 kg), Tigerfeld (1.831,60 kg) und Huldstetten (1.196,50 kg). Schlusslicht in der Brotstatistik ist der von den Einwohnerzahlen her auch kleinste Ortsteil Aichstetten mit 1.020,40 kg.

Erddeponie Kohltal bald voll

Aufgrund der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Anlieferungen wird die Erddeponie Kohltal in Pfronstetten möglicherweise schon in diesem Jahr ihre Kapazitätsgrenze erreichen. Gut 3.000 m³ können noch eingebaut werden, 2019 wurden knapp 1.000 m³ angeliefert, im Jahr 2020 dagegen gut 4.000 m³. Aus diesem Grund hat die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen, um die Möglichkeiten einer Erweiterung zu prüfen. Aktuell kann noch nicht eingeschätzt werden, wie hier die Chancen stehen.

Notverbund zwischen der Wasserversorgung Mittlere Lauchert (Hettingen) und der Albwasserversorgungsgruppe VII Zwiefalter Aach

Um bei einer Störung der Wassergewinnung die Kunden mit Trinkwasser versorgen zu können, wird zwischen der Wasserversorgung Mittlere Lauchert (Hettingen) und der Albwasser-versorgungsgruppe VII Zwiefalter Aach, konkret zwischen dem Hochbehälter Rotreis in Itten-hausen und dem Hochbehälter Inneringen, eine Notversorgungsleitung gebaut. Diese Leitung wird ca. 1,5 Millionen Euro kosten, beide Verbände tragen jeweils 50% der Baukosten. Auf die Gemeinde Pfronstetten entfällt ein Kostenanteil von 219.463,20 €. Für diese Maßnahme wurde ein Zuschussantrag gestellt. Das Regierungspräsidium hat mitgeteilt, dass für diese Maßnahme entsprechend der Förderrichtlinien Wasserwirtschaft ein Zuschuss in Höhe von 80% oder 175.600 € bewilligt wird. Dieser relativ hohe Fördersatz macht deutlich, welche Bedeutung der Sicherung der Wasserversorgung auf der Alb zugemessen wird. Aktuell wird der Hochbehälter Inneringen erneuert, anschließend wird der Leitungsbau erfolgen.

Über diesen Notverbund kann der Zweckverband Alb VII im Bedarfsfall den Wasserbedarf des der kleineren Partners Mittlere Lauchert weitestgehend decken, im umgekehrten Fall kann die Wassergruppe Mittlere Lauchert den Bedarf des Südstrangs der Alb VII (Geisingen, Dürrenwaldstetten, Ittenhausen, Kettenacker) komplett oder aber das gesamte Verbandsge-biet im Notbetrieb mit erheblichen Einschränkungen versorgen. Um eine vollständige Ver-sorgung sicherzustellen, muss ein weiterer Verbund im Bereich des Nordstrangs hergestellt werden. Hier wäre eine Verbindung der Hochbehälter Wilsingen und Harthausen (Wasser-versorgung Gammertingen) denkbar.

Insgesamt hat der Zweckverband Albwasserversorgungsgruppe VII mehrere Großprojekte vor der Brust: Der Hochbehälter Gauberg, der zur Versorgung der Ortslage Zwiefalten ge-nutzt wird, muss erneuert werden, bereits in der Vorplanung befindet sich die Sanierung und Erweiterung des zentralen Hochbehälters Zeil bei Huldstetten. Sämtliche Maßnahmen sind zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung erforderlich. Schon heute ist absehbar, dass der Wasserpreis deutlich steigen wird, hier muss – abhängig von den realisierbaren Zu-schussmitteln – mit 30 bis 50 Cent pro Kubikmeter gerechnet werden. Bei einem Vierpersonenhaushalt mit ca. 120 m³ Abnahme pro Jahr wären dies dann monatliche Mehrbelastungen von ca. 6,00 €.

Elemente des PhänoPfads werden erneuert

Entsprechend den Festlegungen in Gemeinderat und PhänoPfad-Ausschuss wurde die Fa. Janko aus Bad Urach beauftragt, die Stationen „Wackeldackel“ und „Starker Max“ zu erneuern.

Vorgabe war, diese Maßnahme bis zur regulären Eröffnung des PhänoPfads am 01.05.2021 zu realisieren.

Gleichzeitig soll auch die beschlossene neue Beschilderung angebracht werden, welche die seitherigen Prospekte ersetzt. Die Fa. Janko hat in dieser Woche mit der Umsetzung der Arbeiten begonnen.

Außerdem hat der Bauhof zusammen mit der Firma Hof Arnold im Tiefental einen neuen Standort für den Pavillon hergestellt, der bisher an der Einfahrt zum PhänoPfad steht. Künftig soll der Pavillon Bestandteil einer Rast- und Grillstelle sein.

Markterkundungsverfahren für Breitbanderschließung abgeschlossen

Um den Ausbau der Breitbandversorgung in der Gemeinde insgesamt zu verbessern und speziell für die Wunderbuch-Grundschule einen leistungsfähigen Internetanschluss zu ermöglichen, hat die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit der BLS und dem Büro GeoData ein sogenanntes Markterkundungsverfahren durchgeführt. Ergebnis ist, dass kein TK-Anbieter einen eigenwirtschaftlichen Ausbau plant. Deshalb ist nun vorgesehen, über das bestehende Backbonenetz der Gemeinde von Zwiefalten-Gürst her eine Anbindung an das Glasfasernetz der BLS herzustellen. Der Netzbetreiber des BLS-Netzes, die EnBW-Tochter NetCom, ist dann in der Lage und auch dazu verpflichtet, Ausbaugebiete in der Gemeinde mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen. Neben der Grundschule wird dies dann im Ausbaubereich des geplanten Nahwärmenetzes in Pfronstetten möglich sein, außerdem auch in den Bereichen Kirchstraße Huldstetten (einschließlich des Baugebiets Im Pfarrgarten) und Bergstraße Geisingen. Dort läuft aktuell die Kunden-Akquise der BLS. Positiver Nebeneffekt ist, dass mit diesem Ausbau auch die Ortsteile Tigerfeld und Aichstetten mit dem BLS-Netz verbunden.

Zuwendung aus dem DigitalPakt des Bundes

Die Gemeindeverwaltung hat vor Kurzem den Zuwendungsbescheid über die beantragten 13.400 € aus dem DigitalPakt des Bundes erhalten. Die bewilligten Mittel jedes Schulträgers richten sich nach den jeweiligen Schülerzahlen. In Pfronstetten konnte somit der maximal mögliche Betrag bewilligt werden. Zusammen mit Förderungen aus dem pandemiebedingten Sofortausstattungsprogramm und weiteren Ergänzungen zum DigitalPakt stehen der Gemeinde insgesamt Mittel von rund 26.000 € zur Verfügung, um die Wunderbuch-Grundschule technisch aufzurüsten.

Abstimmungsgespräch mit Nachbargemeinden in Sachen Wind- und Solarenergie

Vor Kurzem fand ein Abstimmungsgespräch der Albgemeinden statt, in dem die Planungsstände in Sachen Ausbau der regenerativen Energien abgestimmt wurden. Die meisten Albgemeinden wollen über einen entsprechenden Flächennutzungsplan hier steuernd mitwirken. In Pfronstetten wurde hiervon ja Abstand genommen, nachdem hierfür die örtliche Akzeptanz fehlte. Dennoch wird Pfronstetten bei diesen Gesprächen dabeibleiben, zumal in Aichelau ja auch entsprechendes Projekt im Werden ist. Beim Thema Freiflächen-PV wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen besprochen. Hier wird es im Gegensatz zur Windenergie ohne Bauleitplanung durch die Gemeinde keine entsprechenden Anlagen geben. Die Gemeindeverwaltung prüft aktuell im Hinblick auf die 2022 anstehende Neuverpachtung der landwirtschaftlichen Flächen, ob ein Teil dieser Flächen aus der Verpachtung herausgenommen und für PV-Anlagen genutzt werden kann und soll. Die verbleibenden Flächen sollen dann so verpachtet werden, dass Vieh haltende Betriebe bzw. Haupt- und Zuerwerbsbetriebe durch entsprechende Kontingente nicht eingeschränkt werden. Die Ortsobmänner des Landesbauernverbands wurden hierüber informiert, hier ist eine gemeinsame Sitzung der Ortsobmänner mit dem Gemeinderat geplant. Erst dann wird der Gemeinderat darüber beraten und entscheiden, ob dieser Weg gegangen werden soll.

Druckerhöhungsanlage für Aichelau

Der Zweckverband Albwasserversorgungsgruppe VI, der den Ortsteil Aichelau mit Trinkwasser versorgt, hat zugesagt, mit einer Druckerhöhungsanlage den Wasserdruck zu verbessern. Insbesondere im westlichen, höher liegenden Teil der Ortslage gibt es immer wieder Versorgungsprobleme. Im Rahmen eines Ortstermins wurde ein sehr kostengünstiger Weg hier-für vereinbart: Die Anlage kann im Betriebsgebäude der ehemaligen Kläranlage eingebaut werden, die benötigten Leitungen sind dort bereits vorhanden. Die Gemeindeverwaltung hofft, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann.

Buswartehalle in Geisingen bleibt

Im Rahmen des Ausbaus der Kreisstraße Geisingen – Huldstetten erhalten die Bushaltestellen in beiden Ortsteilen einen sogenannten „Kassler Bord“, einen barrierefreien Einstieg z.B. mit dem Rollstuhl ermöglicht. Aufgrund der vorhandenen Hofeinfahrt ist ein solcher Bord bei der Haltestelle Bergstraße (Fahrrichtung Huldstetten) nicht bei der Wartehalle möglich, vielmehr wird er ca. 10 m weiter südlich angelegt. Deshalb wurde geprüft, ob die Wartehalle auf eine Grünfläche in diesem Bereich verlegt werden kann. Dort wäre die Wartehalle aber unmittelbar an der Wand des dortigen Wohnhauses gestanden. Deshalb verbleibt die Wartehalle am seitherigen Standort und die wartenden Fahrgäste müssen ein paar Meter laufen, wenn der Bus kommt.

Grünanlagen im Bereich der Ortsdurchfahrten in Aichelau

Auf eine entsprechende Anregung von Anliegern hin hat die Gemeindeverwaltung mit den Aichelauer Gemeinderäten die künftige Gestaltung der Grünanlagen im Kreuzungsbereich Franz-Arnold-Straße / Wolfswiesen und Hayinger Straße / Hartwiesen besprochen. In beiden Fällen sind ältere Hecken vorhanden, die optisch unschön und teilweise auch sichtbehindernd sind. Deshalb wurde besprochen, die Hecken außerhalb der Vegetationszeit zu entfernen und beide Grünflächen spätestens im Zuge des anstehenden Ausbaus der Ortsdurchfahrten mit Verkehrsgrün und evtl. auch Sitzmöglichkeiten für Wanderer / Radfahrer neu zu gestalten.

Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung

In der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde dem Verkauf eines Bauplatzes in Pfronstetten zugestimmt, außerdem wurden die Modalitäten des gemeindlichen Abbruch-Förderprogramms neu gefasst.