Gemeinde erwirbt Wohnbauflächen in Pfronstetten

Mit dem Erwerb einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle am westlichen Ortsrand von Pfronstetten hat die Gemeinde einen wichtigen Schritt zur baulichen Weiterentwicklung des Ortsteils unternommen.

Die Bauleitplanung für diesen Bereich läuft bereits seit einiger Zeit. Das vorhandene Wohnhaus kann dabei bestehen bleiben, dennoch können im Endausbau über 20 Bauplätze für Einfamilienwohnhäuser geschaffen werden.

„Unser vordringliches Ziel war, ist und bleibt die Reaktivierung der Ortslage. Nach wie vor gibt es aber in Pfronstetten nur wenige echte Leerstände, gleichzeitig ist die Nachfrage nach Baumöglichkeiten im Hauptort der Gemeinde ungebrochen“ macht Bürgermeister Reinhold Teufel die Notwendigkeit neuer Bauflächen deutlich.

Nachdem es zum großen Teil junge Menschen aus der Gemeinde sind, die Bauplätze kaufen möchten, sieht er die Gemeinde auch in der Pflicht, diese Möglichkeiten zu schaffen. „Im Wesentlichen decken wir den Eigenbedarf, und das wird uns sowohl im Landesentwicklungsplan wie auch im Regionalplan zugestanden – ebenso wie eine maßvolle Erweiterung, um auch Bauplatzinteressenten von auswärts eine Baumöglichkeit in der Gemeinde zu bieten“.

Dass die neuen Bauflächen den Siedlungskörper gelungen abrunden spricht ebenfalls für eine bauliche Entwicklung in diesem Bereich.

Mit dem nunmehr abgeschlossenen Grunderwerb kann die Gemeinde das Bebauungsplanverfahren weiterführen und an die Erschließungsplanung herangehen. Die neuen Bauflächen sollen von Süden und damit von der Lindenstraße her erschlossen werden. Dort soll dann auch ein Sickerbecken für das anfallende Oberflächenwasser entstehen.

Mit den neuen Bauflächen kann die Gemeinde den Bedarf auf Jahre hinaus abdecken. Dabei soll die Erschließung bedarfsorientiert in mehreren Bauabschnitten erfolgen. „Wenn alles glatt läuft, können wir spätestens in zwei Jahren die ersten erschlossenen Bauflächen anbieten“ blickt Reinhold Teufel voraus.

Nachdem durch verschärften Vorgaben beispielsweise beim ökologischen Ausgleich oder bei der Oberflächenwasserbeseitigung die Gestehungskosten für die neuen Bauflächen deutlich über denen der früheren Baugebiete liegen werden, wird auch der Verkaufspreis ein anderer sein. „Die abschließende Entscheidung liegt hier beim Gemeinderat, aber den Preis der bisherigen Bauplätze (46,00 €/m²) werden wir sicher nicht mehr halten können“.