„Zweitsicherste“ Gemeinde im Landkreis

Auf der Alb, da gibt’s kei Sünd – Fast keine zumindest! Wie das Polizeipräsidium Reutlingen in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 feststellt, steht die Gemeinde Pfronstetten nach der sogenannten „Häufigkeitszahl“, der auf 100.000 Einwohner hochgerechneten Zahl von erfassten Straftaten, mit 1.321 auf Platz 2, nur Grabenstetten ist noch gesetzestreuer. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 4.708, negativer Spitzenreiter ist die Stadt Metzingen mit 6.963, hier machen sich die zahlreichen Einkaufsgäste bemerkbar.

Das Polizeipräsidium Reutlingen, zu dem auch die Landkreise Esslingen, Tübingen und der Zollernalbkreis gehören, registrierte im vergangenen Jahr 55.301 Straftaten, das entspricht im Vorjahresvergleich einem leichten Anstieg um über zwei Prozent (2018: 54.124). Verantwortlich hierfür sind insbesondere enorme Zuwächse bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten, speziell der erneute sprunghafte Anstieg bei den Betrugsstraftaten im Bereich CallCenter- bzw. Telefonbetrug, die auch den deutlichen Rückgang bei der Aufklärungsquote erklären. Diese sank um 4,1 Punkte auf nunmehr 57,2 Prozent.

Für Polizeipräsident Pick ein statistischer Effekt und kein Beinbruch: „Durch unsere intensiven Präventionskampagnen auf diesem Betrugssektor folgen immer mehr Menschen unserer Bitte, der Polizei auch kurze, erfolgslose Kontaktversuche der Gauner zu melden. Und das ist gut so. Diese Aufhellung des Dunkelfeldes hat 2019 natürlich die statistische Zahl der ungeklärten Fälle effektvoll erhöht.“ Während die Wohnungseinbruchskriminalität entgegen dem Trend der Vorjahre wieder angestiegen ist, gibt es erfreuliche Rückgänge bei den Straftaten im öffentlichen Raum, der Gewaltkriminalität und den Sexualdelikten, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderem Maße beeinträchtigen.