Trauer um Gemeinderat Martin Bodenmiller

Als ob die Zeiten nicht schon schwer genug wären: Bei einem Arbeitsunfall am vergangenen Samstag ist der Aichelauer Gemeinderat Martin Bodenmiller tödlich verunglückt. Die Gemeinde trauert mit seiner Familie

Bereits in jungen Jahren übernahm Martin Bodenmiller Verantwortung im örtlichen Jugendclub, später dann auch als Abteilungskommandant der Feuerwehr. Seit 2009 vertrat er im Gemeinderat die Interessen seines Heimatdorfes Aichelau. Dabei lag ihm ein Kirchturmdenken fern, seine bautechnischen Kenntnisse waren bei Entscheidungen in der Gesamtgemeinde immer wertvoll und hilfreich.

Schon zu Beginn der Ratstätigkeit standen bedeutsame Projekte wie der überörtliche Abwasseranschluss des Ortsteils Aichelau und die Verbesserung der Breitbandanbindung an. Und in diese Zeit reichen auch die ersten Überlegungen zurück, in welcher Form Aichelau zeitgemäße Räumlichkeiten für Versammlungen und Veranstaltungen erhalten kann. „Bei den endlosen Verhandlungen bezüglich des ursprünglich angedachten Umbaus des Schul- und Rathauses war es Martin Bodenmiller, der mit einem pragmatischen Vorschlag die scheinbar unversöhnlichen Positionen von Gemeinde und Denkmalpflege vereinbart machte“ erinnert sich Bürgermeister Reinhold Teufel. „Und auch bei den Überlegungen, die letztendlich zur Neubaulösung geführt haben, waren seine fundierten und wohlüberlegten Argumente mit entscheidend.“

Wie vielen Aichelauern war ihm dieses Vorhaben ein Herzensanliegen. Schon früh hatte Martin Bodenmiller deshalb signalisiert, bei den geplanten Eigenleistungen in „seinem“ Metier, dem Holzbau, die Koordination und Federführung zu übernehmen. „Wie es hier weitergehen kann, das wissen wir noch nicht“, so Bürgermeister Reinhold Teufel, „aber auch sein Engagement zu Lebzeiten ist uns Verpflichtung, dieses Vorhaben zu einem guten Abschluss zu bringen“.

Der Gemeinderat und die ganze Gemeinde trauert mit der Familie, mit seiner Frau Julia und den beiden Töchtern Thea und Nele.

Die Beisetzung konnte aus bekannten Gründen nur im engsten Familienkreis erfolgen. Wer gegenüber der Familie seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen möchte, kann dies mit Nachrichten, Bildern oder Gesten jeglicher Art tun.