Mund- und Nasenschutz selbst nähen? Nicht die schlechteste Idee!

Wie wird das Leben nach dem „shut down“, wenn alle Läden wieder öffnen? Nicht unwahrscheinlich: Ähnlich wie in Asien werden wir uns dann im öffentlichen Raum mit Mundschutz begegnen!

Den Menschen in Asien wird nachgesagt, dass ihnen Höflichkeit sehr wichtig ist. Deshalb ist es dort üblich, im öffentlichen Straßenraum einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Damit soll zum Beispiel vermieden werden, dass der Nebenmann mit einer eigenen Erkältung infiziert wird.

In Europa wurde dieses Verhaltensmuster vielfach belächelt. Nachdem asiatische Länder wie Südkorea in der Pandemiebekämpfung aber aktuell kein so ganz schlechtes Bild machen, sollten wir uns vielleicht für die nächsten Monate, bis es endlich Impfstoffe zur Bekämpfung von Cornoan / Covid-19 gibt, hier ein Beispiel nehmen.

Wenn nur ein Mensch eine solche Maske trägt, dürfte das nicht viel bringen. Wenn aber alle solche Masken tragen, so kann dies durchaus eine positive Wirkung haben. Das meint immerhin auch Alexander Kekulé, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle (Saale).

Nur: Woher nehmen? Gesichtsmasken – weder die medizinisch zertifizierten FFP3-Masken noch die weniger wirksamen „einfachen“ OP-Masken sind aktuell so einfach zu bekommen. TRIGEMA aus Burladingen hat damit begonnen, solche Masken zu produzieren, zunächst mit einer Stückzahl von 100.000 pro Woche. Das ist aus dem Stand sehr viel, bei 80 Millionen Bundesbürgern aber auch wieder ganz schön wenig.

Hier könnte die gute alte Nähmaschine im eigenen Heim vielleicht wertvolle Dienste leisten. Den das bisschen Schutz, das einfache Stoffmasken bieten können, ist auch mit selbstgemachten Masken möglich!

Die Feuerwehr der Stadt Essen hat im Internet eine anschauliche Anleitung zur Herstellung solcher Stoffmasken veröffentlicht. Unterstellend, dass diese Anleitung auch im Schwabenland genutzt werden darf, haben wir diese nachstehend verlinkt:

Her also mit einer Nähmaschine umgehen kann: Es wäre nicht die schlechteste Idee, für sich und seine Lieben, vielleicht auch für die Nachbarn, die darin selbst nicht so geübt sind, solche Mund- und Nasenschutzmasken zu nähen.

Man kann davon ausgehen, dass diese Masken für viele Monate das Bild im öffentlichen Raum auch bei uns prägen werden, für die sprichwörtliche Katz wäre das also nicht! Dafür aber vielleicht ein schönes und hilfreiches Ostergeschenk!

Aus der Bevölkerung haben wir folgenden Tipp bekommen:

Die Firma Albstoffe aus Tailfingen hat einen Stoff entwickelt, der medizinisch getestet, aber jedoch nicht zertifiziert ist. Fertige Schutzloops sind auf albstoffe-protectme.de bestellbar. Der Stoff als Meterware soll nächste Woche auf den Markt kommen. Die Instagramstory von „Hamburger Liebe“ (Designerin bei Albstoffe) ist zur Erklärung des Stoffes sehr interessant.