Sitzung des Gemeinderats fällt aus

Die Stühle bleiben auf den Stapeln, die „Ahnengalerie“ der Pfronstetter Bürgermeister blickt ins Leere: Wegen der Corona-Pandemie wurde die März-Sitzung des Gemeinderats abgesagt.

Diese hätte ohnehin nicht im Ratssaal des Rathauses, sondern in der Albhalle stattgefunden. „Dort hätten wir Abstände zwischen den Sitzungsteilnehmern gewährleisten können, die eine Infektion sehr unwahrscheinlich gemacht hätten“, so Bürgermeister Reinhold Teufel. Nachdem bisher in der Gemeinde auch keine Infektionen festgestellt wurden, wäre eine Durchführung der Sitzung grundsätzlich auch vertretbar gewesen.

„“Grund für die Absage war, dass man nicht jeden Tag den Menschen predigen kann, sie sollen um Himmels Willen zuhause bleiben – um dann gut zwanzig Menschen zu einer Sitzung zusammenzurufen, deren Ausfall auch keinen Weltuntergang verursachen würde“, so Teufel weiter.

Die Handlungsfähigkeit der Gemeinde bleibt gewährleistet. In Absprache mit der Rechtsaufsichtsbehörde wird der Bürgermeister die Beschlüsse, die zeitlich drängen, als Eilentscheidung herbeiführen. „Zuvor stimme ich mich per E-Mail mit den Mitgliedern des Gemeinderats ab, sollte es in einzelnen Punkten keine breite Zustimmung geben, wird es auch keine Eilentscheidung geben – dann muss das Thema warten!“.

Warten müssen auf jeden Fall die Beschlüsse über Bebauungspläne. Diese können rein formal nicht per Eilentscheidung gefasst werden. Diese Punkte dürften dann eben in der April-Sitzung auf der Tagesordnung stehen.