Spuren des Georgenhofs in Berlin-Mitte

Im Rahmen eines Aufenthalts in der Hauptstadt traf Bürgermeister Reinhold Teufel Angelika von Mendelssohn-Siebeck in der „Mendelssohn-Remise“ in Berlin-Mitte, wo auch Bilder des Georgenhofs zu sehen sind.

Zwischen den Weltkriegen hatte die Bankiersfamilie Mendelssohn den Georgenhof gekauft – als Zufluchtsort der Familie in schlechten Zeiten. Als solcher wurde das Anwesen zwischen Aichstetten und Hayingen dann im 2. Weltkrieg auch tatsächlich genutzt. Allerdings weniger als Versteck vor dem Nazi-Regime, die Machthaber wussten sehr wohl, wo sich die Familie aufhielt und schickte in Gestalt eines Hofverwalters auch einen „Spion“ auf die Alb, um das Leben der letztlich doch argwöhnisch beäugten Familie zu kontrollieren.

„Es war vielmehr die auch in schlechten Zeiten eher gesicherte Versorgung mit Lebensmittel, die mein Vater dazu bewog, den Hof zu kaufen“ berichtete Angelika von Mendelssohn-Siebeck. Sie selbst habe sehr gute Erinnerungen an den Georgenhof, viele Freundschaften seien damals geschlossen worden und es sei bedauerlich, dass sie heute kaum noch Kontakt auf die Alb habe.

Heute lebt Frau von Mendelssohn-Siebeck in Frankreich – ebenfalls auf dem Land und damit ähnlich wie in der trotz Kriegswirren glücklichen Zeit auf dem Georgenhof.