Mitteilungen im Gemeinderat

In der Sitzung des Gemeinderats am 26.02.2020 erfolgten folgende Mitteilungen:

Ausbau der Kreisstraße K 6742 Geisingen – Huldstetten

Das Landratsamt hat der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass der Kreistag im Dezember zusammen mit dem Haushalt auch das Investitionsprogramm 2019 – 2023 für den Straßenbau beschlossen hat. Darin ist die Finanzierung der Ausbaumaßnahme an der K 6742 von Geisingen nach Huldstetten in der mittelfristigen Finanzplanung nun in den Jahren 2021/2022 eingestellt. im Entwurf zur mittelfristigen Finanzplanung war dies bisher in den Jahren 2022/2023 vorgesehen.
Weiter wurde mitgeteilt, dass ein externes Ingenieurbüro mit der Fertigstellung der Ausführungsplanung beauftragt wurde. Nach Vorliegen der Ausführungsplanung können im Anschluss daran die weiteren erforderlichen Schritte, wie der Grunderwerb im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens und die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen eingeleitet werden. Das Landratsamt betonte dabei, dass nach wie vor die Notwendigkeit des Ausbaus der Kreisstraße und des zugehörigen Fuß- und Radweges gesehen wird. Ziel ist es, die Maßnahme im Jahr 2020 auszuschreiben und im Jahr 2021 mit den Ausbauarbeiten zu beginnen. Der Gemeinde und den Vertreterinnen und Vertretern der Interessengemeinschaft „Pro Straßenbau Huldstetten-Geisingen“ hat das Landratsamt für die objektive und sachliche Diskussion sowie dafür gedankt, dass der Verzicht auf Anlage eines provisorischen Weges mitgetragen wurde.

Zuschuss für Breitbandausbau

Für die Herstellung des Lückenschlusses zwischen der Ortslage Geisingen und der geplanten Glasfasertrasse zur Anbindung des Zwiefalter Ortsteils Gauingen hat die Gemeinde Pfronstetten vom Land Baden-Württemberg einen Zuschussbescheid über 50.998,50 € erhalten. Durch diese Verbindung wird der BLS (Breitbandversorgung im Landkreis Sigmaringen), deren Gesellschafter auch die Gemeinde Pfronstetten ist, die Möglichkeit eröffnet, über das vorhandene Leerrohrnetz der Gemeinde Glasfaseranschlüsse in allen sechs Ortsteilen anzubieten. Zum Tragen kommen kann dies beispielsweise im Zusammenhang mit dem geplanten Nahwärmenetz im Ortsteil Pfronstetten, aber auch beim Ausbau der Ortsdurchfahrten der Kreisstraßen in Aichelau, Geisingen und Huldstetten.

Landschaftspflege im Bereich Tiefental

Im Rahmen einer Besprechung mit Vertretern des Landratsamts (Natur- und Artenschutz), der Forstverwaltung und dem örtlichen Schäfereibetrieb wurde vor kurzem eine Zwischenbilanz bezüglich der Landschaftspflegemaßnahmen im Tiefental gezogen.

Ein Luftbildvergleich zwischen 1955 und 2017 zeigt dabei, dass die Nordseite des Tiefentals früher deutlich weniger bewaldet war und intensiv als Schafweide genutzt wurde. Der zwischenzeitliche Rückgang der Schäferei hat dann zu einer stärkeren Aufforstung geführt, was das ursprünglich offene Landschaftsbild deutlich verändert hat. Seit 2012 wurde mit einer Vielzahl von Maßnahmen das ursprüngliche Landschaftsbild wiederhergestellt. Gerade im Bereich des neuen Premium-Wanderwegs „hochGEHackert“ wird dies besonders augenscheinlich. Um diesen Zustand sichern zu können, sind hier auch weiterhin intensive Pflegemaßnahmen notwendig. So ist eine effiziente Beweidung nur möglich, wenn die Flächen von natürlicher Sukzession freigehalten werden. Hier wird es auch weiterhin notwendig sein, dass maschinell eingegriffen wird. Um die Beweidung zu erleichtern, sollen außerdem bestehende Triebwege verbreitert und weitere Pferchstellen angelegt werden. Koordiniert durch den örtlichen Schäfer sollen hierfür Heckenbereiche gemulcht werden. Das Landratsamt hat zugesagt, die notwendigen Arbeiten zur Offenhaltung zu koordinieren, die Gemeinde hat ihre Bereitschaft signalisiert, neben den Fördermitteln des Landes auch eigene Mittel hierfür bereitzustellen.

Wegkapelle zwischen Aichstetten und Tigerfeld

Die zwischen Aichstetten und Tigerfeld im Bereich des Hochbehälters „Kirchbühl“ stehende kleine Wegkapelle aus dem 18. oder 19. Jahrhundert ist in die Jahre gekommen und sollte saniert werden. Im Rahmen eines gemeinsamen Ortstermins mit Herrn Egon Herter vom Pfarrgemeinderat und Vertretern der Denkmalpflege wurde vereinbart, dass eine solche Sanierung grundsätzlich in Eigenleistung erfolgen kann. Dabei sollen der schadhafte Putz erneuert und der Dachvorsprung vergrößert werden. Nachdem dieses Kleindenkmal örtlich eine gewisse Bedeutung hat, hoffen Gemeinde und Kirchengemeinde, dass sich genügend ehrenamtliche Helfer finden, um diese Arbeiten durchzuführen. Zudem wird die Gemeinde den Grundstückseigentümern anbieten, im Rahmen der anstehenden Flurneuordnung das Gebäude ins Gemeindeeigentum zu übernehmen.

Weiterentwicklung des PhänoPfads

Vor kurzem hat sich der PhänoPfad-Ausschuss des Gemeinderats zu einer weiteren Besprechung getroffen. Dabei wurden Schritte zur Weiterentwicklung dieses touristischen Angebots besprochen.

So sollen zukünftig alle Schilder und Druckwerke ein einheitliches, aus dem Gemeindelogo und dem seitherigen PhänoPfad-Logo entwickeltes Signet erhalten. Auch für dieses gelungene Logo zeichnet Sarah Schick aus Geisingen verantwortlich.

Zur Erläuterung der einzelnen Stationen des PhänoPfads sollen künftig keine Broschüren mehr gedruckt werden. Die „Väter“ des PhänoPfads hatten gehofft, durch den Verkauf dieser Broschüren einen Deckungsbeitrag zur Unterhaltung der Anlagen erwirtschaften zu können. Tatsächlich konnten durch die überschaubaren Verkaufserlöse aber nicht einmal die Herstellungskosten der Broschüren und die Kosten des hierfür beschafften Automaten abgedeckt werden. Deshalb sollen die Erläuterungen künftig auf mannshohen Schildern in Baumform abgedruckt werden – auf der Vorderseite die Aufgabenstellung und auf der Rückseite die Erläuterungen zum jeweiligen physikalischen Phänomen. Für die Beschaffung und Aufstellung dieser Schilder rechnet die Gemeindeverwaltung mit Kosten in Höhe von ca. 10.000 €.
Andrea Zürn aus Aichstetten hatte als PhänoPfad-Koordinatorin vorgeschlagen, den PhänoPfad durch die Aufstellung einiger Trimmdich-Geräte aufzuwerten. Hierfür wurden erste Vorschläge vorgelegt. Bezüglich der Beschaffung der Geräte werden im nächsten Schritt Lieferanten – bevorzugt aus der Region – gesucht. Außerdem wurde besprochen, dass der etwas abseits an der Kreisstraße stehende Pavillon näher an den PhänoPfad versetzt werden soll. Dort soll er dann als Wetterunterstand besser nutzbar sein. Eine Feuerstelle beim PhänoPfad soll es aber zunächst einmal nicht geben – zu groß wird das Risiko eingeschätzt, dass bewegliche Ausstattungsgegenstände einem eventuellen Holzmangel zum Opfer fallen. Stattdessen soll die östlich der Kreisstraße im Tiefental vorhandene Grillstelle hergerichtet werden. Der Gemeinderat wird sich dann im Rahmen der anstehenden Vergaben abschließend mit den Vorschlägen befassen.

Ergänzende Ausstattung für das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr

Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr hatten bei der Gemeindeverwaltung beantragt, weitere 1.300 € für einen zweiten Dachkasten des derzeit in Bau befindlichen Einsatzfahrzeugs HLF 20 bereitzustellen. Im Rahmen eines Gesprächs, an dem auch die BM-Stellvertreter teilgenommen hatten, wurde die Angelegenheit besprochen, letztendlich wurde die kurzfristig notwendige Zustimmung erteilt. Dabei wurde aber betont, dass es nicht zur Regel werden sollte, dass im Nachgang zu beschlossenen Beschaffungen Änderungswünsche kommen. Erfahrungsgemäß sorgt dies nämlich zu höheren Kosten, als wenn die entsprechenden Vorgaben schon bei der Ausschreibung gemacht werden.

Zuschuss nachhaltige Waldwirtschaft

Die Gemeinde Pfronstetten stellt jedes Jahr einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für Nachhaltige Waldwirtschaft. Für das Jahr 2019 hat die Gemeinde einen Verwendungsnachweis für die Maßnahme: Wiederaufforstung Anbau (Laub) und Buchen-Vorbau über 3.375 € eingereicht. Hierfür hat die Gemeinde nun den Bewilligungsbescheid erhalten.