Gemeinderat beschließt den Kauf der „Rose“

Der Pfronstetter Gemeinderat hat beschlossen, das ehemalige Gasthaus „Rose“ zu kaufen. Mit der Eigentümerfamilie wurde bereits eine Einigung bezüglich der Konditionen erzielt.

In den vergangenen zehn Jahren war die vormals eigentümergeführte Traditionsgaststätte mehrfach verpachtet gewesen, ohne dass sich ein Pächter dauerhaft etablieren konnte. Aktuell erfolgt eine nicht-gastronomische Nutzung, gleichzeitig hatten die Eigentümer das Gebäude seit längerem auf dem Immobilienmarkt angeboten.

„Wir haben lange darüber nachgedacht, ob es für die Gemeinde sinnvoll ist, dieses recht große Gebäude zu erwerben. Grundsätzlich hätten wir es begrüßt, wenn ein Gastronom das Objekt erworben und die traditionsreiche „Rose“ wiederbelebt hätte. Nachdem absehbar war, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann, haben wir ein eigenes Nutzungskonzept entwickelt“, so Bürgermeister Reinhold Teufel.

Drei Säulen sind es, die dieses Nutzungskonzept stützen: Das Thema Nahversorgung, die Schaffung eines Veranstaltungsraums mittlerer Größe und die Möglichkeit zur Schaffung von Wohnraum.

„Seit der Schließung der Metzgerei Stoll fehlt der Bevölkerung, aber auch den örtlichen Betrieben die Möglichkeit, sich mit Grundnahrungsmitteln oder auch einfach mit einem Vesper zu versorgen. Aus diesem Grund hatten wir ja geprüft, ob wir als Gemeinde in einem neu zu errichtenden Wohn- und Geschäftshaus entsprechende Verkaufsflächen bereitstellen können“, so der Bürgermeister weiter. Nachdem das einzige herfür geeignete Grundstück aufgrund immissionsrechtlicher Probleme nicht entsprechend bebaut werden kann, rückte die direkt an der Bundesstraße liegende „Rose“ weiter in den Fokus. „Wir gehen davon aus, dass beispielsweise im früheren Nebenzimmer mit vertretbarem Aufwand eine Verkaufsstelle eingerichtet werden kann“. Die künftige Nutzung der früheren Gaststube wolle man „ergebnisoffen“ prüfen.

Eine weitere Baustelle ist der sogenannte Vereinsraum in der Albhalle: Dieser wurde nicht erst seit der Schließung der „Rose“ für Familienfeiern oder mittelgroße Veranstaltungen genutzt, ohne hierfür besonders geeignet zu sein. „Die schlechte Erreichbarkeit im Obergeschoss hat zuletzt dazu geführt, dass auch der Seniorennachmittag in die eigentlich zu große Albhalle verlegt wurde“ so Reinhold Teufel. Hier könnte künftig der „Rosensaal“ eine ebenso barrierefreie wie gut ausgestattete Alternative bieten.

Die bisherige Betriebswohnung über der Gaststube wie auch die Gästezimmer in den oberen Geschossen im Neubauteil des Gebäudes bieten verschiedene Perspektiven: „Hier sind Wohnräume ebenso möglich wie gewerblich genutzte Räume. Hier stehen wir potenziellen Interessenten aufgeschlossen gegenüber“.