Klares Ja zum Straßenbau zwischen Geisingen und Huldstetten im Jahr 2020

Mit einer Pressemitteilung berichtet die Interessengemeinschaft “ Pro Straßenbau HuGeis“ über die sehr gut besuchte Bürgerversammlung am Montag.

Diese Pressemitteilung veröffentlichen wir gerne im Wortlaut:

Am Montagabend eröffnete die Interessengemeinschaft „Pro Straßenbau Hu./Geis.“ die spontane einberufene Bürgerversammlung im Geisinger Gasthaus Hirsch aufgrund des so dringenden und jetzt bis 2022 verschobenen Straßenbau der Verbindungsstraße K6742 zwischen Huldstetten und Geisingen.

Das bis zum letzten Platz gefüllte Gasthaus Hirsch am Montagabend bei der Bürgerversammlung zu dem aktuellen und leider nicht so erfreulichen Stand des schon weit geplanten und kurz bevorstehenden Straßenbaus. Die plötzliche Nachricht aus Reutlingen dass der schon lang ersehnte Straßenbau der Verbindungsstraße aber vor allem der Fahrradweg der so wichtig gewesen wäre jetzt nochmals um zwei Jahre oder ins Ungewisse Verschoben wird, stößt bei den Huldstetter und Geisinger auf großes Entsetzen. Die Gründe des personellen Mangels im Landratsamt Reutlingen und weitere Probleme im Thema Flächenerwerb, zwang das Landratsamt zu diesem Aufschub. Wenn es aber an erster Stelle um die Sicherheit unserer Großen und vor allem Kleinen Bürger geht, sind das keine zu schweren Steine, die wir nicht aus dem Weg räumen könnten, so Sarah Schick die für die Interessengemeinschaft das Wort ergriff.

Es gibt nicht nur einen sondern viele Gründe warum der Straßenbau nicht mehr herausgezögert werden kann. Huldstetten/Geisingen ist eine Ortsgemeinschaft, die Menschen pendeln zu Fuß oder mit dem Fahrrad  nach Huldstetten zur Kirche/Friedhof, ins Dorfgemeinschaftshaus, in den Jugendclub hin und her. Ein triftiger Grund aber sei der neue Busfahrplan, bei dem die Geisinger ab jetzt teilweise in Huldstetten zusteigen müssen. So müsse es dringend umgesetzt werden, dass  Geisinger Berufsschüler-/innen die morgens um 5.30 Uhr bei Dunkelheit nach Reutlingen zur ihrer Ausbildungstelle fahren, auf einem sicheren Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Huldstetten gelangen können. Bei Dunkelheit in freier Prärie auf einer Verkehrsstraße, das ist unverantwortlich, so Sarah Schick. Dabei sei erwähnt, dass auch auf der Alb der Verkehr egal ob Berufs-, Landwirtschafts- oder Pendelverkehr aller Art stetig zunimmt. Die ALB ist ein wachsendes und immer beliebteres Naherholungsgebiet für alle umliegenden Städte. So kann man zu dem LKW- und Berufsverkehr  unter der Woche beobachten, wie ab Freitagnachmittag bis Sonntagabend ein brausendes Hin- und Her zwischen Geisingen und Huldstetten von Cabrios, Motorräder und Oldtimern herrscht.. Wenn sie dann aber zuschauen müssen, wie rasende Motorräder an Kinder mit Laufrad, Fußgänger und Kinderwagen nur knapp vorbeischießen, dann muss man sagen, grenzt es an ein Wunder dass noch nie etwas Schlimmeres passiert ist.

Bekannt ist auch, dass hier auf der ALB der Winter mit Schnee oft einhält. Wir kämpfen jährlich mit Schneeverwehungen auf dieser Straße. Wenn diese winterlichen Zustände hier herrschen, wird das Autofahren auf dieser schmalen Straße zur Rutschpartie. Als Fußgänger gibt es dann gar keine Möglichkeit mehr nach Huldstetten oder Geisingen zu gelangen. 

Letztlich ist aus diesen Aspekten heraus, sehr erfreulich, dass die Huldstetter und Geisinger sich einig sind, dass dieses Straßenbauprojekt eine gute Sache und mehr als überfällig ist. Die Bürger sind positiv gestimmt, freuen sich auf diese Straße vor allem auf den Mehrwert der Lebensqualität in unseren Orten. Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Orte für unsere Nachkommen attraktiv bleiben, nur durch stetige Weiterentwicklung und nicht im „Stehenbleiben“ schreiten wir voran. Daher fördern wir den Straßenbau wie ursprünglich geplant 2020 umzusetzen.

Nach diesen letzten Worten von Sarah Schick ergriff Herr Bürgermeister Teufel das Wort, der diese Interessengemeinschaft „Pro Straßenbau Hu./Geis.“ voll und ganz unterstützt und er es toll findet, wenn Bürger „FÜR“ ein und nicht gegen ein Bauprojekt kämpfen. Herr Teufel wies darauf hin, dass die ersten Gespräche zur Planung für diese Straßensanierung schon 2014 geführt wurden. Auch er bedauert nun den überraschenden Anruf aus Reutlingen dass der Straßenbau wiederholt verschoben wird. Die genannten Gründe dafür sind sicher plausibel aber für Ihn nicht unlösbar, so könnte man für den Personalmangel ein Ingenieurbüro beauftragen, die das Landratsamt auf diesem Wege entlastet. Der etwas wundere Punkt sind die Probleme im Thema Flächenvergabe. Da muss man die Meinung eines Jeden respektieren plädierte Bürgermeister Teufel, schimpfen ist hier fehl am Platz und führt zu keiner Lösung. Diese Message nahmen die Huldstetter und Geisinger Bürgerinnen und Bürger gerne entgegen. Ziel ist es dass aus den wichtigen genannten Gründen der Straßenbau so schnell als möglich umgesetzt wird. Ein Großteil aller Flächeninhaber befürwortet dies und möchten daher diesem Vorhaben nicht im Wege stehen.

In einer weiteren Fragerunde ergaben sich Bedenken für die Zufahrten zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch hier ist Herr Bürgermeister Teufel zuversichtlich dass solche Bedenken in der finalen Planung der Straße selbstverständlich mit berücksichtigt werden. Zusammenfassend ist Herr Teufel sehr optimistisch, wenn alle am gleichen Strang ziehen, der Straßenbau wie geplant 2020 umgesetzt werden kann. Um das Vorhaben weiter zu unterstützen, hat die Interessengemeinschaft schon im Vorfeld der Versammlung Unterschriften gesammelt, diese sollen den Entscheidungsträgern schwarz auf weiß aufzeigen wie wichtig den Menschen diese Straßensanierung in Huldstetten und Geisingen ist.