Die Hüle bekommt ihren Sommerschnitt

Bootsverkehr auf der Hüle? Womöglich sogar ein Umweltfrevel? Weit gefehlt! Dem starken Markophytenwachstum wurde durch ein professionelles Mähboot entgegengetreten. Kurz: Der Friseur war da und hat der Hüle den Sommerschnitt verpasst!

Im Jahr 2015 wurde die Hüle, der in früheren Jahren vom langjährigen Gemeinderat Rudolf Beck völlig zu Recht der „Charme eines vergessenen Klärteichs“ bescheinigt wurde, grundlegend umgebaut. Aus dem früheren Betonbecken mit himmelblauen Wänden und seichtem Wasser wurde ein naturnaher Dorfweiher, in dem sich Flora und Fauna sehr wohl fühlen.

Vor allem die Flora fühlt sich wohl, denn spätestens im Jahr 2018 wurde deutlich, dass die Hüle mit dem, was man landläufig „Seegras“ nennt, langsam zuwächst. Die Gemeindeverwaltung hat deshalb Verbindung mit dem Biologen aufgenommen, der schon bei der Planung zu Rate gezogen wurde. Dessen Überprüfung ergab, dass es vor allem „überschüssige“ Makrophyten sind, die der Hüle zusetzen: Breitblättrige Rohrkolben, Teichfaden, Gewöhnliche Armleuchteralgen, Gewöhnliche Froschlöffel und Schwimmendes Laichkraut. Allesamt Pflanzen, die grundsätzlich nicht geschützt sind. Aus naturschutzfachlicher Sicht steht demnach einer Entnahme nichts entgegen.

Als beste Zeitraum für die Entnahme wurde das späte Frühjahr angegeben, wenn sich die Bestände erst wirklich stark entwickeln und wenn gleichzeitig die Amphibienlaichzeit vorüber ist. Dies wurde beachtet.