Landkreis informiert über Straßenausbau

Mit dem Bauen geht es wohl so richtig erst nächstes Jahr los – diese und viele weitere Informationen gab es bei der Info-Veranstaltung des Landratsamts zum Ausbau der K 6742 Geisingen-Huldstetten im Huldstetter Dorfgemeinschaftshaus.

Udo Pasler, Leiter des Kreisstraßenbauamts, stellte unterstützt durch seine Mitarbeiterin Ann Carolin Häußler die geplante Maßnahme vor. Nachdem die Straße über einen schlechten Unterbau verfügt, soll se von Grund auf erneuert werden. Dies wird auch dazu genutzt, um die Straßenführung etwas zu begradigen und im Bereich der Kuppe nördlich von Geisingen etwas tiefer zu nehmen. An der Nordostseite soll ein Geh- und Radweg angelegt werden. Über eine Million Euro will der Landkreis hier investieren.

In einer munteren Diskussion wurden mehrere Details der Planung eingesprochen. Der vorhandene Verkehrsteiler im Mündungsbereich in die Bundesstraße B 312 in Huldstetten sollte etwas verschoben werden, die anwesenden Bürgerinnen und Bürger sprachen sich aber dafür aus, auf diesen komplett zu verzichten – zu engs ei sonst der Kurvenradius, gerade auch für Langholztransporter. Diese (kostensparende) Alternative nehmen die Behördenvertreter natürlich wohlwollend in ihre weiteren Planungen auf. Dagegen wird es die von den unmittelbaren Anliegern zur Verkehrsverlangsamung geforderten Verkehrsteiler an den Ortseingängen der Kreisstraße nicht geben – zu gering seien hier die Verkehrszahlen, und nachdem diese „Schikanen“ auch für Lkws durchfahrbar bleiben müssen, können notorische Schnellfahrer in Pkw oder auf Motorräder hierdurch nicht wirklich gebremst werden.

Zur von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagenen Verlegung des Feldkreuzes nördlich der Ortslage Geisingen in den Kreuzungsbereich von Kettenacker Straße und Bergstaße wird es nicht kommen. In einer kurzerhand durchgeführten Abstimmung sprach sich eine Mehrheit gegen diese Verlegung aus – auch auf die Gefahr hin, dass der Gekreuzigte, der dann in ausreichendem Abstand zur neuen Straße, aber eben deutlich tiefer stehen wird, künftig fast in Augenhöhe der Autofahrer stehen könnte.

Die Maßnahme soll, so Udo Pasler, im Herbst vergeben werden, so dass kleinere Maßnahmen wie die Verlegung der Kleindenkmale eventuell noch in diesem Jahr erfolgen wird. Die Hauptbauzeit wird dann im Frühjahr 2020 starten und bis zu einem halben Jahr dauern.

Bürgermeister Reinhold Teufel stellte dar, welche Maßnahmen die Gemeinde im Zuge des Straßenausbaus miterledigen lässt. So sollen festgestellte Schäden an den Wasser- und Abwasserleitungen behoben und Leerrohre für eine künftige Glasfaserversorgung der Grundstücke verlegt werden. Die inzwischen stark vergrasten Kandeln an der Ostseite der Straße sollen herausgenommen und durch normale Randsteine ersetzt werden. Und wenn es kostenmäßig einigermaßen darstellbar ist, will die Gemeinde eine Notwasserleitung zwischen den beiden Ortsteilen mitverlegen lassen, die eine gegenseitige Versorgung ermöglichen würde, falls eine der beiden Fallleitungen vom Hochbehälter Zeil her havarieren würde. Ob im Zuge der Maßnahme das kurze Verbindungsstück zwischen Kirchstraße und Wendelinusweg wie aus der Mitte der Versammlung angeregt mitsaniert werden kann, ließ Teufel offen.

Christian Kutterer vom Flurbereinigungsamt informierte darüber, wie der notwendige Grunderwerb im Rahmen des laufenden Flurneuordnungsverfahren abgewickelt werden soll. HIer können die betroffenen Eigentümer entweder die benötigten Flächen verkaufen, oder aber sie werden dann bei der vorläufigen Besitzeinweisung an anderer Stelle wertgleich abgefunden. Nachdem sich dies noch eine Weile hinziehen wird, erhalten sie für die Zwischenzeit eine Nutzungsentschädigung in Geld.