Der PhänoPfad soll klüger und fitter machen

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Andrea Zürn (Mitte) stellte dem Gemeinderat ihre Pläne für den PhänoPfad vor

Seit 2006 gibt es den PhänoPfad in Pfronstetten. Seither ist er etwas in die Jahre gekommen. Andrea Zürn aus Aichstetten hat sich bereiterklärt, als Koordinatorin die Weiterentwicklung der Einrichtung zu begleiten, bei einem Treffen mit dem Gemeinderat stellte sie erste Ideen vor.

Dass der PhänoPfad eine gute Sache ist, das wurde vom Gemeinderat noch nie in Frage gestellt. Offensichtlich wurde jedoch, dass nach nunmehr zwölf Jahren eine grundlegende Überarbeitung des Konzepts insgesamt und auch einzelner Elemente nötig ist.

Auf einen entsprechenden Aufruf im Mitteilungsblatt hin hatte sich Andrea Zürn aus Aichstetten gemeldet. In einem ersten Vorgespräch mit Bürgermeister Reinhold Teufel legte sie ihre Vorstellungen dar. Diese hörten sich so vielversprechend an, dass dieser zum Ortstermin mit dem Gemeinderat einlud. Vor Ort erläuterte Andrea Zürn dann ihre konkreten Vorstellungen:

So soll der PhänoPfad seine Grundausrichtung, nämlich die Vermittlung physikalischer Phänomene, behalten. Das vom Sturm zerstörte Element „Uhlandspunkt“ wird ob des Aufwands vorerst nicht wiederaufgebaut, die Gemeinde wird aber mit dem „Schöpfer“ Stefan Layer Kontakt aufnehmen, um dies mittelfristig wieder anzustreben. Die bisherige Erläuterung der Elemente durch eine über einen Automaten erhältliche Broschüre soll entfallen, künftig sollen Schautafeln am jeweiligen Element einfach und prägnant die Aufgabenstellungen und Hintergründe darstellen. „Mit der Broschüre haben wir nie Geld verdient, mehrfach war der Automat defekt, einmal wurde er auch mit hohem Sachschaden aufgebrochen“ fügte Bürgermeister Reinhold Teufel an.

Der etwas verloren an der Kreisstraße Aichstetten-Aichelau stehende Pavillon wird an den Beginn des Pfads verlegt und mit einer Grillstelle ergänzt. „Es kommen viele Familien, die nach dem Abgehen des Pfads auch grillen wollen“ begründete Andrea Zürn nachvollziehbar ihren Vorschlag. Bisher steht hierfür nur der jenseits der Kreisstraße bestehende Grillplatz im Tiefental zur Verfügung. Außerdem soll auch der „Raum der Stille“ an den Talweg verlegt werden, um diesen besser erreichbar zu machen.

Der „Bergweg“ – der eigentlich Anfang und Ende des PhänoPfads verbinden und damit einen Rundweg ermöglichen sollte, ob seiner Beschwerlichkeit aber kaum genutzt wurde – bekommt eine neue Funktion: Hier schlägt Andrea Zürn mehrere einfache, aber sehr effektive Stationen eines Fitnesspfads vor. Überwiegend aus Holz gefertigt, sollen sich diese für Kraft- und Koordinationsübungen anbieten. Zusammen mit dem Steilstück des Weges dürfte dies tatsächlich ein attraktives Trainingsgelände ergeben. „In meiner aktiven Fußballerzeit wurden wir mehrfach vom Trainer solche Steilstücke hochgejagt“ wusste jedenfalls Bürgermeister Reinhold Teufel zu berichten.

Der Gemeinderat war mehr als überzeugt von diesen Ideen, „damit wird der PhänoPfad auch für unsere eigene Bevölkerung wieder attraktiver“ merkte der stellvertretende Bürgermeister Karlheinz Schultes an. Es bestand Einigkeit darüber, dass die für den Umbau benötigten Mittel und – nach Abschluss der Umbauarbeiten am Rathaus – auch die Manpower des Bauhofs für vorgeschlagene Weiterentwicklung eines der touristischen Highlights der Gemeinde bereitgestellt werden soll. „Stehen“ soll das neue Konzept dann ab dem Frühjahr 2019. Damit passt er sich dann auch ein in den Zeitplan für den geplanten Premiumwanderweg „hochgeACKERT“, der den PhänoPfad kreuzt.

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